Seit der ersten Lieferzusage an die Ukraine im Dezember 2022 herrscht weitgehend Funkstille rund um das von Rheinmetall vermarktete Skynex-Luftverteidigungssystem.
Während immerhin seit November 2025 bekannt ist, dass die öffentlich bekannten Lieferzusagen vollständig abgearbeitet wurden und die Ukraine damit insgesamt vier dieser hochmodernen kanonenbasierten Luftverteidigungssysteme einsetzt, war über etwaige Einsatzstatistiken auch mehr als zwei Jahre nach der ersten Lieferung nichts weiter öffentlich bekannt – zumindest bis heute!
So veröffentlichte das Luftkommando Westen der Ukraine auf Instagram eine Story über einen Soldaten des 223. Flugabwehrraketenregiments – bei dem interessanterweise auch das von Deutschland gelieferte IRIS-T SLM eingesetzt wird – und machte dabei auch einige wenige Einsatzdetails öffentlich.
So soll nur die Feuereinheit des erwähnten Soldaten etwa 37 Luftziele, bestehend aus 2 Marschflugkörpern und rund 35 Shahed-Drohnen, erfolgreich zerstört haben.
Interessant dabei ist, dass etwa ein Drittel sämtlicher abgefangener Luftziele auf einen einzigen Einsatz zurückzuführen ist. So sollen bei einem einzigen Kampfeinsatz ein Marschflugkörper und elf Drohnen des Typs Shahed zerstört worden sein.
Ein klarer Hinweis darauf, dass das beschützte Ziel oder möglicherweise sogar die Skynex-Feuereinheit selbst mindestens einmal direkt unter schwerem Beschuss stand und die Aufgabe offenbar gemeistert wurde.
Weitere Informationen, etwa wann oder wo dieser Einsatz stattfand, wurden nicht bekannt gegeben. Lediglich eine ältere Aussage des Vorstandsvorsitzenden von Rheinmetall, Armin Papperger, lässt darauf schließen, dass dies bei der Verteidigung von Kraftwerken im Westen der Ukraine passiert sein könnte.
Skynex im Überblick
Beim Skynex handelt es sich um ein hochmodernes Luftverteidigungssystem des deutschen Rüstungsriesen Rheinmetall, welches insbesondere für den Nächstbereichsschutz konzipiert wurde und eingesetzt wird.
Im Gegensatz zu vielen bekannten Luftverteidigungssystemen wie IRIS-T SLM oder MIM-104 Patriot, operiert Skynex wie der bekannte Gepard „kanonenbasiert“ und verschießt programmierbare 35-mm-Munition des Typs AHEAD und keine Lenkflugkörper.
Insgesamt vier Skynex-Feuereinheiten, jede bestehend unter anderem aus dem Führungssystem Oerlikon Skymaster, dem Such- und Erfassungsradar Oerlikon X-TAR3D und vier Flugabwehrgeschützen vom Typ Oerlikon Revolver Gun Mk3, wurden von der Bundesregierung finanziert und für je etwas weniger als 100 Millionen Euro an die Ukraine geliefert.
Das Besondere an den Lieferungen an die Ukraine: Um die Mobilität der Feuereinheiten und damit sowohl die Einsatzbereitschaft als auch die Überlebenschancen zu erhöhen, wurde jedes System vollständig auf 8×8-Wechsellader-Lkw von Rheinmetall montiert und geliefert.
Zusätzlich kommt das SolarΣshield (Solar Sigma Shield) zum Einsatz, um die Wärmesignaturen der Komponenten zu verschleiern.
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