Wie Rheinmetall auf der Eurosatory 2026 verkündete, beginnt Rheinmetall Destinus Strike Systems mit der Produktion der Marschflugkörper Kryla und Ruta Block 2, während zugleich die Entwicklung von Ruta Block 3 startet.
Kryla ist ein verhältnismäßig kleiner Marschflugkörper mit einem 50 Kilogramm schweren Sprengsatz. Der Start kann hierbei aus Containern, vorhandenen Raketenwerfern oder von aus der Luft abgeworfenen Paletten aus erfolgen.
Mit einer Reichweite von mehr als 800 km und der Möglichkeit zur präzisen zeitlichen Koordinierung der einzelnen Flugkörper soll das System Sättigungsschläge ermöglichen, die gegnerische Flugabwehrsysteme überfordern.
Ruta Block 2 ist dagegen auf Präzisionsschläge ausgelegt. Mit einem 250-Kilogramm-Gefechtskopf liegt hier der Fokus auf gepanzerten und hochwertigen Zielen, die aus mehr als 700 Kilometern Entfernung bekämpft werden können.
Neben einer niedrigen Flughöhe zeichnet sich Ruta durch die automatische Erkennung von Zielen durch elektrooptische und Infrarot-Sensoren aus. Im Gegensatz zu Kryla kann Ruta Block 2 nur von Containern aus gestartet werden, beispielsweise von Lkw oder Schiffen aus.
Während die Produktion dieser beiden Flugkörper bereits startet, arbeitet Rheinmetall Destinus Strike Systems längst an der nächsten Variante der Ruta. Die Block 3-Variante steigert die Reichweite auf mehr als 2500 Kilometer und verbessert die Navigationsfähigkeiten des Marschflugkörpers.
Zugleich strebt Rheinmetall eine NATO-Qualifizierung des Systems an. Trotz dieser Weiterentwicklungen soll der Start weiterhin von Containern aus erfolgen, wobei die Feuerbereitschaft innerhalb von zwei Minuten erzielt werden kann.
Das Gemeinschaftsunternehmen Rheinmetall Destinus Strike Systems ist eine Kooperation der deutschen Rheinmetall AG und des europäischen Rüstungsunternehmens Destinus, welches in mehreren EU-Ländern und der Ukraine aktiv ist.
Destinus liefert hierbei die Avionik für die Marschflugkörper, während Rheinmetall für die Antriebssysteme und die Gefechtsköpfe verantwortlich ist. Die Endmontage und Erprobung sollen in einer eigens dafür eingerichteten Anlage in Deutschland erfolgen.
Selbsterklärtes Ziel des Unternehmens, welches sich in der Gründung befindet, ist es, ausschließlich europäische Komponenten zu verwenden und so zur technologischen Souveränität Europas beizutragen.
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