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FREYJA: TRL-4D LR-Radare von HENSOLDT eine Option?

Nach dem Unterzeichnen einer Absichtserklärung mit dem ukrainischen Verteidigungsministerium, steht HENSOLDT möglicherweise vor weiteren umfangreichen Lieferungen von Radarsystemen an die ukrainischen Streitkräfte.

TRS-4D LR radar made by HENSOLDT
Ein größtenteils baugleiches TRS-4D LR-Radar von HENSOLDTBild: HENSOLDT
Von GAU
Veröffentlicht: 5. Oktober 2026
3 Minuten Lesezeit
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Am gestrigen Sonntag reiste Bundeskanzler Friedrich Merz überraschend in die Ukraine. Auf dem Programm standen nicht nur zahlreiche PR-Termine, sondern auch handfeste Unterstützung für den ukrainischen Energiesektor sowie für die ukrainischen Streitkräfte.

Eine der mehr als ein Dutzend Vereinbarungen beziehungsweise Verträge, welche gestern in Kyjiw unterschrieben wurden, betraf auch den deutschen Sensorspezialisten HENSOLDT. So wurde zwischen HENSOLDT und dem ukrainischen Verteidigungsministerium eine Absichtserklärung unterzeichnet, welche die gemeinsame Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich umfangreich ausbaut.

Laut einer heute veröffentlichten Pressemitteilung des Unternehmens soll unter anderem geprüft werden, ob die Weitbereichsradare TRL-4D LR im Bereich der Abwehr ballistischer Raketen in der Ukraine eingesetzt werden könnten.

Zwar wird das Projekt nicht namentlich erwähnt, allerdings lässt sich darauf schließen, dass wohl geprüft wird, TRL-4D LR-Radare zusätzlich zu TRML-4D-Radaren, welche ebenfalls von HENSOLDT hergestellt und vertrieben werden, im Rahmen des Luftverteidigungssystems FREYJA einzusetzen, welches vom ukrainischen Unternehmen Fire Point als Hauptauftragnehmer konzipiert wurde. Dazu passt auch, dass HENSOLDT damit – laut der eigenen Pressemitteilung – „die bereits vereinbarte Zusammenarbeit bei der Abwehr ballistischer Raketen“ erweitert.

MoU-FirePoint-Freyja-Ukraine
HENSOLDT-CEO Oliver Dörre und Iryna Terech, CEO von Fire Point | Bild: HENSOLDT

Mit FREYJA möchte die Ukraine ab kommendem Jahr einen großen Schritt in Richtung weiterer Unabhängigkeit im Bereich der Abwehr ballistischer Raketen gehen.

Aktuell steht dem ukrainischen Militär dafür nur das US-System MIM-104 Patriot zur Verfügung, von dem Deutschland mit finanzieller Unterstützung europäischer Partner fünf Feuereinheiten an die Ukraine lieferte. Allerdings brach unter US-Präsident Trump die Versorgung der Feuereinheiten mit neuen Lenkflugkörpern aus verschiedensten Gründen ein, sodass die Ukraine aktuell größtenteils schutzlos dasteht und dringend auf eine Alternative angewiesen ist.

Zusätzliche Lieferungen von Radarsystemen

Zusätzlich zur Prüfung des Einsatzes der TRL-4D LR-Radare sieht die Absichtserklärung ebenfalls umfangreiche Lieferungen weiterer Radarsysteme vor. Details etwa zum Lieferumfang oder darum, um welche Radarsysteme es geht, wurden nicht veröffentlicht.

HENSOLDT liefert allerdings bereits seit Jahren das Luftüberwachungs- und Zielerfassungsradar TRML-4D sowohl als eigenständiges Radarsystem als auch als Teil des Luftverteidigungssystems IRIS-T SLM an die Ukraine.

TRML-4D 11. Flugabwehrraketenbrigade
Auch das Nahbereichsradar SPEXER 2000 3D MkIII befindet sich höchstwahrscheinlich bereits in der Ukraine im Einsatz. Ein entsprechender Vertrag zur Lieferung wurde vor mehr als einem Jahr öffentlich gemacht.

Auch das Nahbereichsradar SPEXER 2000 3D MkIII befindet sich höchstwahrscheinlich bereits in der Ukraine im Einsatz. Ein entsprechender Vertrag zur Lieferung wurde vor mehr als einem Jahr öffentlich gemacht.

Es ist daher mehr als nur wahrscheinlich, dass es um weitere Lieferungen der Radarsysteme TRML-4D oder SPEXER 2000 3D MkIII, oder möglicherweise sogar beider Radarsysteme geht. Angesichts der stetig ausgebauten Produktionskapazitäten kann davon ausgegangen werden, dass die Lieferungen nach Vertragsunterschrift relativ zügig beginnen würden.


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TAGGED:DeutschlandFREYJAHENSOLDTSPEXER 2000 3D MkIIITRL-4D LRTRML-4DUkraine

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